Es liest: Wolfram Huber
Eine der bekanntesten und spannendsten Erzählungen von Stefan Zweig – verfilmt auch mit Curd Jürgens – bringt Wolfram Huber an seinem letzen Leseabend in dieser Saison am 14. September im Museum der Stadt Bad Ischl. Passend in den diesjährigen Zyklus „Hofmannsthal und seine Zeitgenossen“, stellt dieser Abend wohl den Höhepunkt der diesjährigen Leseabende dar. Mit unglaublichem psychologischem Feingefühl schildert der Dichter die Erlebnisse eines Mannes, die ihn letztlich befähigen, einem Schachweltmeister auf einer Überseereise Paroli zu bieten, ohne dass er jemals vor einem Schachbrett gesessen ist. Wie ist das möglich? Schicht für Schicht eröffnet Zweig seinen Lesern eine Gesichte, die in ihrer menschlichen Dramatik kaum zu überbieten ist und zum Besten zählt, was die Erzählliteratur je hervorgebracht hat. Zweig schrieb diese Novelle 1941 – sie ist seine letzte. 1942 begingen er und seine Frau in Süd-Amerika gemeinsam Selbstmord aus Angst vor dem Hitler-Regime. Bemerkenswert an dem Werk ist auch, dass es gleichsam aus einer Zukunft heraus geschrieben ist, die der Dichter gar nicht mehr erlebt hat.
In der nächsten Sommer-Saison ist für die literarischen Abende mit Wolfram Huber ein „Griechenland-Zyklus“ geplant, in Anlehnung an ein bevorzugtes Reiseziel von Kaiserin Elisabeth

