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Glöcklerlauf und Ritt der 'Heiligen Drei Könige'

Kunstvoll bemalte und verzierte Kappen zieren die Glöcklerlläufer
Kunstvoll bemalte und verzierte Kappen zieren die Glöcklerlläufer

Alljährlich in der letzten Raunacht, das ist die Nacht vom 5. auf den 6. Jänner, findet in Bad Ischl bei Einbruch der Dunkelheit das Glöcklerlaufen statt. Der Name 'Glöckler' leitet sich von 'klocken' (= anklopfen) ab und bezieht sich auf ältere Heischebräuche mit Masken.

Glöcklerläufer bei einer
Glöcklerläufer bei einer 'laufenden Figur'

Die 'Glöckler' ziehen dabei in weissen Gewändern aus den umliegenden Ortschaften ins Stadtzentrum und in den Ortschaften von Haus zu Haus. Mit ihren kunstvoll gearbeiteten, hell leuchtenden Glöcklerkappen kommen die Glöckler aus dem Dunkel der Nacht.

Sie sind die Lichtbringer, welche (nach altem heidischen Glauben) die Dunkelheit und Kälte durch Licht und Wärme besiegen. Das Heil und der Segen der guten Geister sollen gewonnen und die bösen Geister der Finsternis vertrieben werden. Das Klingen der Glocken und der Rhythmus ihrer Schritte soll das unter der Schneedecke liegende Getreide aufwecken und zum Wachsen bringen.

Kunstvoll gestaltete Kappe mit einer Kerze im inneren als Beleuchtung
Kunstvoll gestaltete Kappe mit einer Kerze im inneren als Beleuchtung

Die Glöckler laufen in sogenannten Passen zu jeweils rund 20 Personen. Der Vorläufer gibt dabei mit seinem Holzstab ein Zeichen für die zu laufenden Figuren, etwa den Achter und den Kreis, beides Symbole für die Unendlichkeit und die ewige Wiederkehr.

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Österreichisches Museumsgütesiegel
Ausgezeichnet mit dem
österreichischem Museumsgütesiegel